Nachdem in Alaska die Mehrheit der Passagiere Amerikaner waren und in Hawaii Kanadier, haben nun die Australier das Zepter übernommen. ¾ der Passagiere kommen aus Downunder und eiskaltes Bier wird zum „Schiffsnational-Getränk“ erkoren. Spätabends verlassen wir Honolulu und werden erst in 5 Tagen wieder Land erblicken. Wir legen während dieser 5 Tage über 4000 Kilometer zurück bei einer Geschwindigkeit von ca. 35 Stundenkilometern. Wir haben in eine Balkonkabine gewechselt und können nun die angenehmen Temperaturen (knapp 30 Grad, starker Wind) auf dem Balkon geniessen und wunderschöne Sonnenuntergänge bewundern. Warme Kleider brauchen wir nun nur noch im Speisesaal – Klimaanlage lässt grüssen!
Auf unserer Reise begleitet uns ein blinder Passagier – der Norovirus. Ab sofort heisst es Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen. Das ganze Schiff wird permanent desinfiziert und jegliche Art von Selbstbedienung wird eingestellt. Wir sind froh, dass wir in Papeete (Tahiti) das Schiff trotzdem verlassen können, je nach Ausmass kann ein Schiff auch unter Quarantäne gestellt werden. Wir werden zum Glück verschont.
In Tahiti machen wir bei Regenwetter eine Inselrundfahrt. Das Paradies hat leider definitiv seine besten Zeiten hinter sich und zwar nicht in Bezug aufs Wetter… Doch auf Moorea und vor allem Bora Bora werden wir entschädigt. Hier kann man nun tatsächlich vom Paradies sprechen, vor allem auf Bora Bora. Türkisblaue Lagunen, schneeweisse Sandstrände, grün überwachsene Buchten, kleine Inseln mit malerischen Wasserbungalows (dass diese Bungalows zum Teil mehrere tausend Dollar pro Nacht kosten braucht uns zum Glück nicht zu stören, da wir ja mit unserem eigenen „Wasserbungalow“ unterwegs sind). Das Meerwasser ist kristallklar und angenehm warm, der Sand unter den Füssen pudrig weich. Wirklich schade, dass wir hier nicht länger bleiben können! Doch unsere nächste Destination, Auckland (Neuseeland) wartet bereits auf uns und nach dem Äquator überqueren wir auf dieser Strecke auch noch die Datumsgrenze. Wir gehen am Freitag, 07.10.2011, ins Bett und wachen am Sonntag, 09.10.2011, wieder auf. Da Wochentag und Datum sowieso bereits seit einiger Zeit für uns keine Bedeutung mehr haben, bedauern wir lediglich, dass uns ein Tag auf dem Schiff „entgeht“.
| Tahiti |
| Bora Bora |
| Moorea |
| Bora Bora - Marita Beach |
Es wird wieder merklich kühler, in Auckland erwartet uns während beiden Tagen eine dicke Wolkendecke, welche den Sky Tower die meiste Zeit verhüllt, und teilweise Regen. Aufgrund des Frachtschiff-Unglücks in der Nähe von Auckland steht kein Tankschiff zur Verfügung, weshalb die Radiance of the Seas während der Nacht an ein anderes Pier wechseln muss. Es stehen Shuttle-Busse zur Verfügung. Nett gemeint, aber die Organisation war wohl etwas sehr übereilt: die Leute werden am Morgen an einer anderen Stelle „aus- und aufgeladen“ als später am Tag… Wir verbringen die beiden Tage vor allem in Downtown und profitieren von den diversen Free Wifi-Hotspots. @Karin: Die Cookies von Mrs. Higgins sind ein Traum! Das übernächste Foto widme ich Dir J
Dann folgen die beiden letzten Seetage durch die sehr bewegte Tasman Sea (die Treppenhäuser auf dem Schiff sind mit den ominösen Tüten bestückt) bevor wir direkt am Circular Quai neben dem Opera House in Sydney anlegen werden und das Schiff leider, leider, LEIDER verlassen müssen und Gala-Roben und Highheels zuunterst im Koffer verschwinden. Der letzte Tag an Bord ist wie immer hektisch: alle wollen noch alles erledigt haben, wofür sie mehr als 2 Wochen Zeit gehabt hätten ;-)
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