Am 2. Januar verlassen wir Adelaide. Eine Stadt, in welcher Hektik und Verkehrschaos Fremdwörter zu sein scheinen. Wie bereits früher erwähnt, stöhnt Südaustralien unter einer Hitzewelle. Auch wir verbringen den Rest des Tages mit Schwitzen und Trinken und Schwitzen und Trinken. Gegen Abend kommt dann endlich etwas Südwind auf, so dass wir in Port Augusta doch noch eine kurze Runde drehen können.
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| Port Augusta |
Der Eyre Highway führt über die sogenannte Nullarbor Plain. Eine riesige Kalksteinplatte, welche vor Millionen von Jahren Meeresboden war und insgesamt 200‘000 km2 gross und bis zu 300 m dick ist. Wie der Name erahnen lässt, sucht man hier vergebens nach Bäumen. Die Distanzen und Weiten sind einmal mehr unglaublich. Seien es nun die Getreidefelder (auch Toastbrot wird aus Getreide hergestellt... >;-) ), welche unseren Weg zu Beginn noch säumen oder die kahlen oder nur mit Sträuchern bewachsenen Ebenen, die wir auf unserer Fahrt durchqueren. Es wird vor Känguruhs, Kamelen, Emus und diversen anderen Tieren gewarnt. Wie gerne wir auch Tiere beobachten sind wir trotzdem froh, dass wir unterwegs keinem begegnen, denn mit einer Geschwindigkeit von 110 km/h heisst es Augen zu und durch, wenn einem ein Känguruh vor die Kühlerhaube geraten sollte… Wir sind über den guten Zustand der Strasse sehr erstaunt, einer der besten, wenn nicht der beste Highway, den wir bis jetzt befahren haben. Die Strecken sind über viele Kilometer einfach schnurgerade. Die längste Strecke ohne kleinste Kurve misst gar 146 km und ist somit die längste der Welt! Wir ziehen immer wieder Grössenvergleiche mit der Schweiz und kommen uns winzig klein vor.
Die Strassenkarte braucht man lediglich für die Einplanung des nächsten Tankstopps, denn verfahren kann man sich definitiv nicht: Der Eyre Highway ist auf der Länge von rund 1‘200 km die einzige asphaltierte Strasse weit und breit. 1‘000 Kilometern, 200 Liter Diesel, 380 Dollar, einen Quarantäne-Checkpoint (Früchte, Gemüse und Honig landeten im Abfall) und 2 ½ Zeitzonen später machen wir in Balladonia halt. Vor allem auch, da ein Gewitter aufzieht, welches sich dann auch kurz nach der Ankunft entlädt. Auch dieser „Ort“ besteht lediglich aus einem Roadhouse mit Tankstelle, einigen Motelzimmern und einem „Caravan Park“. Die Ruhe im Outback ist eine Wohltat, die wenigen Autos und Road Trains, die noch unterwegs sind, unterbrechen diese nur kurz und der Duft der Eukalyptusbäume ist überwältigend. Wir werden diesen vermissen!
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